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Der Anwaltsvertrag als Fernabsatzgeschäft - Teil 2

Im ersten Post zu diesem Thema habe ich erläutert, warum ich die Entscheidung des AG Charlottenburg für falsch erachte. Bleibt zu schauen, welche verwertbare gerichtlichen Entscheidungen derzeit vorliegen. Wann erfolgt der Vertragsschluss im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems? Das AG Offenbach hat in seiner Entscheidung vom 9. Oktober 2013 - 380 C 45/13 deutlich gemacht, dass weder das Gesetz noch die EU-Richtlinie hierzu Erläuterungen enthalten. Notwendig aber auch ausreichend sei es, dass der Unternehmer in personeller und sachlicher Hinsicht innerhalb seines Betriebes organisatorisch die Voraussetzungen dafür geschaffen habe, die notwendig

Der Anwaltsvertrag als Fernabsatzgeschäft

Die Digitalisierung des Anwaltsmarktes bringt viele Vorteile. Allerdings sollten wir die damit verbundenen Fallstricke ebenfalls auf dem Schirm haben. Immer öfter treten potentielle Mandanten zu uns “unpersönlich” in Kontakt, d.h. via Telefon, per E-Mail oder über ein entsprechendes Kontaktformular auf der Homepage der Kanzlei. Wenn über diese Wege dann auch der Auftrag an den Anwalt erteilt wird, gilt es zu beachten, dass wir uns im Bereich eines Fernabsatzgeschäftes befinden können. Warum liegt in der Möglichkeit, einen Vertrag mit dem Mandanten ohne persönlichen Kontakt abzuschließen, ein Risiko? Weil der Gesetzgeber Widerrufsrechte vorsieht und der Anwalt im Fall der Ausübung dieser u.U.

#BeA kommt 2016 - sicher?!

Die Spannung war groß, als auf der 1. DigitalConference von WoltersKluwer / Soldan / Canon in Berlin am 2. Dezember die für den elektronischen Rechtsverkehr zuständige Geschäftsführerin der BRAK, Frau Friederike Lummel als Referentin auftrat, lag die Mitteilung der BRAK über die Verschiebung des beA-Starts doch nicht einmal eine Woche zurück.Vereinzelte spöttische Bemerkungen wichen schnell der Einsicht des Auditoriums, dass mit Schadenfreude über das vermeintliche Versagen der BRAK nichts gewonnen sei. Wie Markus Hartung, Bucerius CLP, in seinem einleitenden Vortrag nochmals deutlich machte, wer sich über beA ärgert oder über die Verschiebung freut, hat letztlich nicht verstanden, worum es

Legal 4.0

Liebe Leserinnen und Leser, seit langer Zeit hat den Anwaltsmarkt und den Markt der juristischen Dienstleistungen nichts in vergleichbarer Weise in Umbruch gebracht, wie die Aspekte der Digitalisierung und der Automatisierung. Wir sehen uns disruptiven Veränderungen ausgesetzt, die Herausforderungen an uns stellen werden. Mit diesem Blog möchte ich zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch beitragen und anregen, mit dem eine Bewältigung dieser Herausforderungen vielleicht ein wenig besser gelingt, insbesondere für diejenigen, die sich in ihrer Kanzlei oder deren Umfeld nicht die Position eines Managing Partners leisten können oder wollen. Neben dem Interesse für die Herausforderungen von Le

© 2020 by Rechtsanwalt Volker Himmen

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